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Im Juli

remembering the july, great stuff!

 

Anfang Juli gings los.

Mary, Lewin und ich sind fuer vier tage nach Huaraz gefahren, einem Bergstaedtchen auf 3050m in der Corderilla Blanca. Wir hatten ein wenig Angst wegen der Hoehe, meine Gastfamilie hatte sich schon unheimliche Sorgen um meine Gesundheit gemacht, bevor ich ueberhaupt losgefahren bin. Ich bin also in der Nacht vom 07. auf den 08. Juli nach Huaraz aufgebrochen um dort dann die beiden aus Lima kommenden um 06:00uhr morgens zu treffen. Wir suchten uns unser Hostel, dass uns von einem Freund und Arbeitskollegen von Mary, empfohlen wurde. Dort fuehlten wir uns sofort superwohl, nur nette Leute, die alle gern Extremsport in den Bergen betreiben und Aufgeschlossenheit trafen wir dort an. Nach dem ersten Spaziergang ueber die Plaza de Armas, bei dem wir all die Sonne auftankten, die wir die letzten Wochen an der Kueste vermisst hatten, entschieden was wir die naechsten Tage erleben wollten. Und das sah dann wie folgt aus:

Am Tag darauf sind wir mit einem kleinen Combi, wie ihr sie schon aus meinem letzten Bericht kennt, eine halbe Stunde lang die Berge raufgetuckelt und bereuten, so lecker gefruehstueckt zu haben... Aber die Fahrt hatte sich gelohnt, oben hatten wir (gut 600m hoeher als Huaraz selbst) eine wunderbare Aussicht auf das Tal in dem das Staedtchen liegt und besichtigten die ueber 1000 Jahre alte Tempelruine Willkawain der ehemaligen Wari-Kultur Peru`s. Ein sehr einfacher und doch unglaublicher Bau mit drei Stockwerken. Ein, fuer damalige Verhaeltnisse, architektonisches Meisterwek.

Ich werd dazu jetzt trotzdem nicht mehr schreiben, googelts einfach

Man hatte uns geraten, fuer den Abstieg einen Guide mit zu nehmen, wir wollten in`s eigentlich (!) nahe gelegene Dorf Monterrey wandern um uns dann am Tagesende ein gemuetliches Bad in den heilenden Thermalbaedern zu goennen. Tja, wir dachten uns, schlau wie wir sind, dass schaffen wir auch ohne Guide - falsch gedacht! Fuer den Weg, den man eigentlich in 1 1/2h zuruecklegt brauchten wir gute drei Stunden weil wir uns in der, von picksigen Bueschen und Strauchern uebersaeten, Pampa ziemlich verlaufen hatten.

Doch auch dieser Weg lohnte sich und wir genossen noch eine gute Stunde in den roten Baedern - gut, mein weisser Bikini fands nicht so toll aber der soll sich mal nicht so haben...

Eigentlich ziiiemlich muede und nicht mehr zum feiern oder weggehen zu haben kamen wir am spaeten Nachmittag in unserem Hostel an und wurden nach unsrem Abendesse, dass aus Palta (Avocado), Thunfisch und lecker Brot (ja, in der Sierra, so heisst die Berglandschaft Perus, gibts gutes Brot!) in die Bar unseres Hostelbesitzers eingeladen. Erst etwas unschluessig entschieden wir dann aber doch noch rueber zu laufen.

Wir sollten es nicht bereuen. In der Bar war ungefaehr jede Nationalitaet vertreten, scheinbar alle ausser die peruanische. Klingt vielleicht komisch, hat uns aber total entspannt. Wir waren nicht die einzigen Gringos und wurden wie normale Menschen, ja, wie interessante Individuen behandelt und hatten grossen Spass!

Die am naechsten morgen geplante Tour zu einer Lagune auf 4450m mussten wir leider auf unseren letzten Tag in Huaraz verschieben - wir hatten zu lange, zu intensiv gefeiert und hingen den Sonntag eigentlich ziemlich Planlos in der Stadt rum. War aber auch schoen, nachwievor hatten wir tolles Wetter und genossen das nicht-nur-Gringosein.

Das mag sich vielleicht ubertrieben anhoeren, lesen, das mit dem Gringodasein, ist aber wirklich ziemlich heftig. Gerade fuer mich, die ich in Chimbote wohne, wo es einfach noch viel zu wenig Touristen gibt und ich mich nach wie vor noch nicht an das dauernde angesprochen werden, gewoehnt habe, war es die pure Entspannung in dem Touristenort Huaraz.

 

Nach diesen vier Tagen Huaraz bin ich mit Mary und Lewin nach Lima gefahren um dort mit Juan, einem peruanischem Taenzer und mittlerweile guten Freund, ein paar Stuendchen zu tanzen. Vollkommene Energieaufladung nach den Wochen im Kindergarten, die mich immer mehr annerven. Ich hab mich wieder lebendig und nach mir angefuehlt und wusste, das Reisen ises!

 

Als ich wieder in Nuevo Chimbote bei meiner Gastfamilie war habe ich drei Tage Verschnaufzeit von meiner Gastmama gewaehrt bekommen, bevor wir zwei dann nach Cajamarca gefahren sind. Cajamarca ist ebenfalls eine Bergstadt, jedoch nicht so hoch gelegen wie Huaraz und liegt etwas weiter im Norden. Dort durften wir drei Tage bei dem Bruder meiner Gastmutter wohnen und haben von dort aus, was fuer mich ja voellig untypisch is, zwei gefuehrte Touren gemacht. Eigentlich ist das ja nicht so nach meinem Gusto, einen Haufen Geld zahlen, damit dich dann jemand auf dem Berg rauffaehrt, was man genauso gut mit den ueblichen Combis machen koennte... aber gut, mit meiner Gastmutter, die ja auch nicht mehr die juengste ist, war das natuerlich was anderes und es hat trotzdem Spass gemacht!

Um Cajamarca herum gibt es unglaublich tollle Plaetze zu sehen, wir sind nach Cumbe Mayo gefahren. Cumbe Mayo, landschaftlich sehr aehnlich wie Schottland und absolut atemberaubend, war wohl lange Zeit Lebensraum fuer mehrere Voelker. Dort gibt es einen in Stein geschlagenen, perfekt graduierten, Kanal um Wasser von den beiden Ozeanen zu transportieren. Niemand kann sich erklaeren, wie die das damals gemacht haben, sieht unscheinbar aus, ist aber wirklich ziemlich abgefahrn!

Nach zwei weiteren Ausfluegen gings dann auch schon wieder zurueck nach Chimbote wo ich die letzten Tage mit meiner Freundin und Arbeitskollegin Johanna und ihrer Gastfamilie verbrachte. Johanna ist dann nach Lima gefahren um noch drei Wochen zu reisen und dann zurueck nach Deutschland zu fliegen. Ich hab einfach mal wieder spontan entschieden mit zu fahren und war im Endeffekt fast eine Woche lang in Lima.

So langsam ging der Juli zu ende und Lewin hatte sein Reisewochenende von diesem Monat noch nicht genutzt. Er entschied sich deshalb mit nach Chimbote und dann mit mir weiter nach Trujillo und an den schoenen Surferstrand in Huanchaco zu kommen.

Ein weiteres entspanntes Wochenende ging zu ende und jetzt wird erstmal im trauten Heim, in der schoenen Fischstadt, ausgeruht.

 

Klar geht das alles eigentlich nicht so einfach, wie ich es jetzt hier schreibe. Von meiner Arbeit aus hab ich mir eine Woche frei genommen, dann waren Unabhaengigkeitstage und Frei fuer alle Schulen und Kindergaerten und jetzt sind seit einer Woche, und noch fuer eine weitere Woche, Winterferien.

So, gut ist`s.

4.8.11 00:26
 


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